Mental stark sein - denken, fühlen

Ich entscheide, wie ich mich fühle!

Denken

Wie denke ich über meine Erkrankung, was erwarte ich von meinem Klinikaufenthalt?

 

Viele von uns sagen: „Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß. Es wird schon gut gehen. Im Krankenhaus sind schließlich die Experten“.

 

Aber alles über sich ergehen lassen und sich nur ins Krankenhausbett legen birgt viele Gefahren und Risiken. Wir würden uns doch auch sicherer fühlen, wenn wir uns zu einer Moorwanderung anmelden, um die Löcher wissen, wo sie sind, in die wir zu versinken drohen. Vergleichbar mit dem Weg durch ein Moor ist ein Klinikaufenthalt: Nur wer sich mit dem Weg auseinandersetzt, sich informiert und plant, kann den Weg mitentscheiden!

Deshalb: Umso besser ich mich informiere, desto eher kann ich meine Situation auch positiv bewerten und mich sicherer fühlen.

Über meine Erkrankungen informiere ich mich so, dass ich anstehende Entscheidungen bezogen auf diagnostische und therapeutische Maßnahmen treffen kann. Mir ist bewusst, dass ich für den Erfolg der Krankenhausbehandlung mitverantwortlich bin.

 

So wie ich die Situation bewerte, habe ich einen entscheidenden Einfluss darauf, welche Informationen ich bekomme, weil ich interessiert und ohne Vorbehalte nachfrage.  Und wenn ich mich aktiv und bewusst damit auseinandersetze, welche vorbeugenden bzw. unterstützenden Maßnahmen ich selbst regelmäßig und aktiv durchführen kann, kann ich entscheidend meinen Therapieerfolg vergrößern.

 

Wenn ich motivierende Gedanken entwickle und eine positive Einstellung habe, dann kann ich schneller gesund werden und auch schneller die Klinik verlassen.

 

Fühlen

Welche Ängste/ Sorgen belasten mich?

 

Mit Ängsten gehe ich offen um, damit sie mich nicht blockieren. Ich lasse sie zu und frage mich: „Was kann ich tun? Was lerne ich daraus? Meine Ängste und Sorgen bespreche ich mit meinen nächsten Angehörigen, Ärzten und Pflegekräften, damit ich mich von ihnen soweit als möglich befreien und erfolgreiche Strategien entwickeln kann.

Denn nicht die Ängste beherrschen mich – sondern ich beherrsche meine Ängste!

Die Frage: „Warum leide ich unter diesen Ängsten?“ blockiert mich.

Die Frage: „Was hilft es mir, dass ich diese Angst durchlebe?“ oder „Was ziehe ich daraus für jetzt und in Zukunft?“ bringt mich entscheidend weiter.

 

Wenn ich meine Ängste und Sorgen bewusst bespreche und angehe, dann setzt es in mir Energien frei,

die mir neue Chancen und Perspektiven aufzeigen.

 

 

 

Handeln

möchte ich ein Adler oder ein Schaf sein?

 

Wie oben bereits erwähnt, geht es darum, nicht wie ein Schaf in der Opferrolle zu sein.

Es geht darum, dass ich erkenne, welche Möglichkeiten ich selbst habe, wenn ich mich aktiv mit meiner Erkrankung auseinandersetze.

 

Ich möchte mich frei wie ein Adler fühlen und meinen bewussten Weg gehen können, im Umgang mit der Erkrankung. Echte Freiheit kann ich nur erreichen, wenn ich eine entsprechende Verantwortung für mich und mein Gesundwerden übernehme.

 

Wenn ich mich informiere und aktiv bleibe, dann werde ich Strategien entwickeln bzw. Maßnahmen ergreifen

und so manche Komplikation, wie eine

  • Wundinfektion,

  • eine Obstipation

  • oder eine Frustration

vorbeugen können.

Die 4-Fragen-Methode
4-Evening-Questions
Wie funktioniert es?

Jeden Abend wird eine Tagesrückschau anhand folgender Fragen durchgeführt, die in uns positive Gefühle erzeugen kann:

  1. Was hat mir heute Freude bereitet?

  2. Wo habe ich mich heute lebendig gefühlt?

  3. Wofür und wem kann ich heute dankbar sein? Diese Frage ist eine Anknüpfung an das Dankbarkeitsritual, also dass man am Ende des Tages 3 positive Erlebnisse erinnern soll

  4. Welche Stärken konnte ich heute ausleben? Die Positive Psychologie und auch deren Teilbereiche, wie Positive Leadership, fokussiert Stärken

Wie wirkt es?

Die unterschiedliche Reflexion beeinflusst in weiterer Folge, was wir wahrnehmen und wie wir diese Wahrnehmung interpretieren. Dass Menschen dadurch in einen Kreislauf von Wahrnehmung – Interpretation – Handlung kommen, beschreibt Watzlawick (1984) als „Selbsterfüllende Prophezeiung“. Diese psychologischen Modelle machen deutlich, dass die Art, wie wir über Vergangenes nachdenken, einen großen Einfluss auf unsere Wahrnehmung und unsere zukünftigen Handlungen hat.

Quelle:

https://www.dgpp-online.de/app/download/30708519/4-Evening-Questions.pdf

 

Stelle ich mir die richtigen Fragen?

  • Warum habe ich diese Krankheit?

  • Warum bin ich im Krankenhaus?

  • Warum gerade ich?

  • Machen die Ärzte alles, was in ihrer Macht steht oder geht es ihnen nur ums Geld?

  • Werden alle Hygienestandards eingehalten?

Meine Fragen entscheiden über meine Gefühle

Die Fragen, die ich mir selbst stelle, können in mir negative aber auch positive Gefühle erzeugen. Welche Gefühle erzeuge ich in mir mit den oben genannten Fragen?

Wahrscheinlich eher negative, Gefühle von Angst, Unsicherheit, Ohnmacht ...

Denken - Fühlen - Handeln

Ich kann aber auch durch alternative Fragen aktiv Einfluss auf mein Denken, meine Gefühle nehmen und dadurch aktiv und positiv gestimmt sein.

Fragen, die ich mir stelle, sollten
  • positiv

  • wertneutral

  • zukunftsgerichtet

  • motivierend

  • aktivierend 

       formuliert sein.

 

Ich habe mehr in der Hand, als ich erahne

  • Meine Gedanken nehme ich bewusst wahr

  • Meine Gefühle erzeuge ich durch meine Gedanken

  • Meine Gedanken und Gefühle nehmen Einfluss auf mein Handeln

  • Ich habe mehr Einfluss auf meine Gesundheit, wie ich mir vorstellen kann

  • Von der Hilfe zur Selbsthilfe

  • Ich handle aktiv und wirksam, um gesund zu werden

Die 4-Fragen-Methode
4-Evening-Questions
Wie funktioniert es?

Jeden Abend wird eine Tagesrückschau anhand folgender Fragen durchgeführt, die in uns positive Gefühle erzeugen kann:

  1. Was hat mir heute Freude bereitet?

  2. Wo habe ich mich heute lebendig gefühlt?

  3. Wofür und wem kann ich heute dankbar sein? Diese Frage ist eine Anknüpfung an das Dankbarkeitsritual, also dass man am Ende des Tages 3 positive Erlebnisse erinnern soll

  4. Welche Stärken konnte ich heute ausleben? Die Positive Psychologie und auch deren Teilbereiche, wie Positive Leadership, fokussiert Stärken

Wie wirkt es?

Die unterschiedliche Reflexion beeinflusst in weiterer Folge, was wir wahrnehmen und wie wir diese Wahrnehmung interpretieren. Dass Menschen dadurch in einen Kreislauf von Wahrnehmung – Interpretation – Handlung kommen, beschreibt Watzlawick (1984) als „Selbsterfüllende Prophezeiung“. Diese psychologischen Modelle machen deutlich, dass die Art, wie wir über Vergangenes nachdenken, einen großen Einfluss auf unsere Wahrnehmung und unsere zukünftigen Handlungen hat.

Quelle:

https://www.dgpp-online.de/app/download/30708519/4-Evening-Questions.pdf

 

Sich positive aktivierende Fragen stellen

  • Welche Infos sind für mich wichtig?

  • Was kann ich für mich tun?

  • Was hilft mir dieser Klinikaufenthalt?

  • Was lerne ich aus meiner Krankheit?

  • Welche Informationen sind für die Ärzte wichtig, dass sie mich optimal behandeln können?

  • Welche Hygienemaßnahmen kann ich durchführen, damit ich mich nicht infiziere?

erstellt am: 05.08.2019    Aktualisierung: 27.02.2020

Was geschieht?
Was passiert?

Über Fragen, die aktivierend und neutral formuliert sind, werden eher positive Gefühle, wie

  • Zuversicht,

  • Selbstwirksamkeit,

  • Hoffnung und

  • Enthusiasmus

erzeugt.

Das Unterbewusstsein ansprechen

Diese alternativen Fragen sprechen direkt unser Unterbewusstsein an. Dadurch werden in uns Ressourcen freigesetzt. Durch eine positive Bewertung der aktuellen Situation wird in uns ein Gefühl der Kontrolle erzeugt. In uns können Selbstwirksamkeitsprozesse ablaufen, wodurch wir aktiv an der Genesung beteiligt werden.

 

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dann schreiben Sie eine e-mail an

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 erstellt am 10.08.2019 Aktualisierung am 02.07.2020

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